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Time von Roger Waters – Übersetzung von Petya Dubarova

Zwei große Talente – die künstlerische Übersetzung von Petya Dubarova eines der beeindruckenden Texte von Roger Waters, geschrieben für Pink Floyd – zu Ihrer Aufmerksamkeit, unmittelbar vor der Auffüh

Zwei große Talente – die künstlerische Übersetzung von Petya Dubarova eines der beeindruckenden Texte von Roger Waters, geschrieben für Pink Floyd – zu Ihrer Aufmerksamkeit, unmittelbar vor der Aufführung The Wall bei uns:

Time

Ticking away the moments that make up a dull day
You fritter and waste the hours in an offhand way
Kicking around on a piece of ground in your home town
Waiting for someone or something to show you the way

Tired of lying in the sunshine
Staying home to watch the rain
And you are young and life is long
And there is time to kill today
And then one day you find
Ten years have got behind you
No one told you when to run
You missed the starting gun

And you run, and you run to catch up with the sun, but it's sinking
And racing around to come up behind you again
And the sun is the same in a relative way, but you're older
Shorter of breath and one day closer to death

Every year is getting shorter
Never seem to find the time
Plans that either come to nought
Or half a page of scribbled lines
Hanging on in quiet desparation is the English way
The time is gone
The song is over
Thought I'd something more to say

Home, home again
I like to be here when I can
And when I come home cold and tired
It's good to warm my bones beside the fire
Far away, across the field
The tolling of the iron bell
Calls the faithful to their knees
To hear the softly spoken magic spell

Roger Waters

Zeit

Minuten, Stunden und Tage fliegen
in endloser Flucht spurlos dahin.
Wie furchtbar innerhalb dieser vier Wände
du deine ergrauten Gedanken vorantreibst.
Und du wartest auf jemanden. Doch es kommt ein Tag,
wenn auf beleuchteten Pfaden,
vom Glanz der Sonne erleuchtet,
mit vom Regen gekhlten spannenden Adern
wirst du plötzlich inne halten
von einem Gedanken: Die Jugend ist gelebt,
und wie wirst du es anerkennen, entsetzlich
vor dir selbst, dass sie verschwendet ist.
Und wirklich noch nicht gelebt,
misst dir der Tag einen letzten Puls.
Und die Zeit wirst du ergreifen ohne Bedauern
mit fiebrigen Händen und eisiger Angst.
Zur Sonne mit ausgedörrten Augen,
erschöpft, durststillen wirst du klettern.
Aber die Sonne wird grausam schweigen
und du wirst nichts Neues finden,
weil du ein ganz gewöhnlicher Mensch bist
mittleren Alters. Bald schon
kommt vielleicht auch jener schreckliche Tag,
wenn der Tod die Augen schließt.
Wirst du zurückkehren, wirst du zurückkehren
was verloren ist, bereits verschwendet?!
Auf eine Karte wirst du setzen, ein helles Ufer
suchst du, aber in dir wie eine Wunde
brennt der Gedanke, dass zwei Dinge
du niemals zurückbekommen kannst:
Das Leben vor dem Tod zu bewahren
und die Zeit zurück zu drehen!

Die Melodie verrinnt wie Wasser!
Aber die Zeit bleibt ihre Wächterin.
Bis hier reicht meine Spur,
obwohl ich euch noch so viel zu sagen hätte.

Petya Dubarova