Am 5. Februar – dem Tag für einen sicheren Internet – wurde die Charta der Online-Rechte junger Menschen in Bulgarien angenommen.
Die Charta wurde mit einer Mehrheit von 100 Jugendlichen nach allen Regeln des Parlamentsbetriebs und nach intensiven Debatten, Abstimmungen und Neuwahlen angenommen.
Die dreistündigen Debatten wurden live online von www.Kabinata.com übertragen und wurden in über 400 Schulen im ganzen Land beobachtet, von wo aus zusätzliche Fragen per Fernübertragung gestellt wurden.
Das vollständige Videoprotokoll der Debatten
Die Debatten fanden im Saal 'Izток' der Nationalversammlung in Anwesenheit der Parlamentarier Galina Bankovska, Katya Chalkova und Irena Sokolova, der Vorsitzenden der Staatlichen Agentur zum Schutz des Kindes Kalin Kamenov, Vertretern des Ministeriums für Bildung, der Abteilung 'Computerkriminalität' der GDBOП, Vivakomi, der regionalen Vertreterin von Facebook Gabriela Chech und dem Vertreter des europäischen Netzwerks von Zentren für sichere Internetverbindungen Insafe Hans Martens statt.
Zehn Hauptdelegierte aus dem ganzen Land, die durch Online-Abstimmung über Facebook gewählt wurden, präsentierten und argumentierten 10 grundlegende Rechte junger Menschen im Internet sowie deren Einschränkungen.
Die an den Debatten teilnehmenden Jugendlichen stammen aus dem IX. Französischen Sprachgymnasium, den Schulen 26, 35, 51, 73 und 119 in Sofia, dem Kinderrat beim DAZD und den SOS-Kinderdörfern.
Sie griffen die Argumentation der Hauptdelegierten mit Fragen, Bemerkungen und Vorschlägen an. Ihre Fragen stellten auch die offiziellen Gäste der Veranstaltung auf die Probe.
Die Delegierten des ersten seiner Art jugendlichen Parlaments forderten, dass die angenommene Charta zum nächsten Tag für einen sicheren Internet diskutiert und verfeinert wird.
Außerdem wurde die Aufgabe gestellt, die Charta so breit wie möglich zu verbreiten, damit sich möglichst viele junge Menschen an ihrer Diskussion beteiligen.
An die Institutionen und Unternehmen wurde die Aufforderung gerichtet, zu überlegen, wie sie die Einhaltung der ausgewählten 10 grundlegenden Online-Rechte gewährleisten werden, die folgende sind:
- MÖGLICHKEITEN: Ich habe das Recht, die Möglichkeiten des Netzwerks zu nutzen, wenn ich die Rechte und die Würde anderer respektiere.
- NUTZEN: Ich habe das Recht, alles zu nutzen, was ich brauche, solange ich die Urheberrechte respektiere.
- EIGENE MEINUNG: Ich habe das Recht, meine Meinung frei zu äußern, wenn ich niemanden beleidige.
- KREATIVITÄT: Ich habe das Recht, meine eigenen Inhalte zu erstellen, wenn ich nicht plagiere.
- VERTRAULICHKEIT: Ich habe das Recht, den Zugang zu meinen Inhalten zu bestimmen, um meine Identität zu schützen.
- KOMMUNIKATION: Ich habe das Recht, frei zu kommunizieren, wenn ich keine Hassrede verwende.
- AUTHENTIZITÄT: Ich habe das Recht, die Richtigkeit von Informationen zu überprüfen, um mich von ihrer Glaubwürdigkeit zu überzeugen.
- HILFE: Ich habe das Recht, kompetente Hilfe zu erhalten, wenn nötig.
- TEILHABE: Ich habe das Recht, an Entscheidungen teilzunehmen, die mich betreffen.
- FREIHEIT: Ich habe das Recht, zu tun, was mir gefällt, solange ich die Rechte anderer respektiere.
Das Jugendparlament wurde vom Nationalen Zentrum für sichere Internetverbindungen bei der Stiftung 'Angewandte Forschung und Kommunikation' und der Vereinigung 'Eltern' mit Unterstützung der parlamentarischen Kommission für Bildung, Wissenschaft und Angelegenheiten von Kindern, Jugendlichen und Sport und mit der Medienpartnerschaft des Bulgarischen Nationalen Fernsehens und www.Kabinata.com organisiert.