Кабината

Madrid (Teil 2)

Hallo nochmal! Ich bin daran erinnert worden, dass ich diesen angefangenen Artikel zu Ende bringen muss, den ich hoffe, dass ihr verfolgt. Ich hoffe auch, dass ihr reaktionsfreudig seid und wir versch

Hallo nochmal!

Ich bin daran erinnert worden, dass ich diesen angefangenen Artikel zu Ende bringen muss, den ich hoffe, dass ihr verfolgt. Ich hoffe auch, dass ihr reaktionsfreudig seid und wir verschiedene Fakten zusammen kommentieren.

Also… Konkret gesagt, der Hund, den ich beleidigt hatte, hatte einen Zahn aus dem Maul meines Hundes gezogen. Eines Abends trafen wir ihn und ich erfüllte meine Bürgerpflicht, indem ich diesen Schläger vor den Augen seiner Besitzerin 'Dreckskerl' ('capullo') nannte. Die Spanierin sah mich sofort sauer an und zog ihren Hund am Hals, um zu signalisieren 'lass uns gehen'. Sie machte sich auf den Weg zu überqueren, bis sie erneut 'Du bist ein Dreckskerl!' ('¡Eres un capullo!') hörte, woraufhin sie wütend sich zu mir umdrehte und mich beschimpfte. Ohne Erfolg. Ich wiederholte noch mehrmals, dass ihr Hund ein Dreckskerl ist ('¡Su perro es un capullo!'). Sie drohte mir mit einer Anzeige ('Te voy a denunciar') – ich erwiderte dasselbe ('Yo te voy a denunciar a ti.'). Wütend, dass ich nicht schwieg, nachdem sie mir mit einer Anzeige drohte, zog sie ihren Hund weg und verschwand. 🙂

In Madrid gibt es neben anspruchsvollen Großmüttern und Großvätern Nachtleben und Familienwochenenden. Die Spanier lieben es zu essen, 'Kalimotxo' zu trinken (Rotwein mit Cola), zu rauchen und bis zum 30. Lebensjahr bei den Eltern zu wohnen. Sie heiraten spät, mit 30-35 Jahren, und vielleicht deshalb sehen die Großmütter nicht wie Großmütter aus. 😉

In der Nacht gehen junge Menschen in die Disko oder in eine Kneipe (Bar mit Musik), normalerweise freitags und samstags. Sonntage sind Ruhetage, die Madrid zu einem verlassenen Ort machen. Sonntag ist ein Familientag, an dem es üblich ist, in eine Konditorei oder ein Restaurant zu gehen – ein Tag zum Faulenzen (wie ich es nenne 🙂 ). Sie gehen picknicking, spazieren im Park 'Retiro' oder (warum nicht) aufs Land (al pueblo) 🙂

Wenn es Ruhe- oder Feiertage gibt, wird an solchen nicht nachgearbeitet (anders als in Bulgarien, wo es keine Feiertage gibt, sondern nur Arbeitstage). Das sind die sogenannten 'fiestas y puentes'. 'Puente' (Brücke) ist ein zusätzlicher freier Tag, den man sich zwischen zwei nahebeieinander liegenden Feiertagen nimmt. Zum Beispiel, wenn Montag und Mittwoch einer bestimmten Woche als Feiertage im Kalender markiert sind, wird auch der Dienstag zu einem. So können sie bereits freitags ans Meer oder aufs Land für ein paar Tage fahren 🙂 Natürlich wirken sich diese freien Tage auch auf die Bildung aus. 😉 Die Schüler haben mehr Ferien und weniger Prüfungsvorbereitung.

Das nächste Mal werde ich euch detaillierter über das Bildungssystem und die Gewohnheiten der kleinen spanischen Schüler erzählen. Ich hoffe, dass ich euch mit meinen (wenn auch subjektiven) Erzählungen einen besseren Eindruck vom modernen spanischen Volk und der spanischen Kultur vermittle. Wenn das Thema euch interessiert, verpasst nicht die Fortsetzung 😉 im Blog auf Spanisch.