In vielen Sprachen hat man zwei Möglichkeiten auf solche Fragen zu antworten, auf Englisch zum Beispiel mit yes oder no. Auf Deutsch sind es drei: ja, nein und doch.
Doch wird verwendet, wenn man auf eine negative Frage oder eine negative Aussage eine positive Antwort geben möchte. Mit doch widerspricht man der Aussage des Gesprächspartners. Wenn die Frage oder Aussage positiv formuliert ist, widerspricht man mit nein.
Schau dir noch ein paar Beispiele an:
A: Du sprichst schon gut Deutsch. (+)
B: Nein, das stimmt leider nicht. (-) Ich mache noch viele Fehler.
A: Doch, ich finde, du sprichst gut. (+)
A: Kommst du heute mit ins Kino? (+)
B: Nein. (-) Leider nicht.
A: Hast du keine Lust? (-)
B: Doch, Lust habe ich (+), aber ich habe keine Zeit.
A: Ungefähr 100 Millionen Menschen haben Deutsch als Muttersprache.
B: Wirklich? Ist das wahr?
A: Ja, das stimmt.
A: Ungefähr 100 Millionen Menschen haben Deutsch als Muttersprache.
B: Das glaube ich nicht.
A: Doch, das ist wahr.
A: In der Schweiz gibt es fünf offizielle Landessprachen.
B: Das stimmt doch nicht!
A: Du hast Recht. Es sind vier.