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Fables de La Fontaine: Le Corbeau et le Renard

Ab heute beginnen wir ein neues Thema in unserem Blog, nämlich 'Fabeln'. Viel Spaß!

Ab heute beginnen wir ein neues Thema in unserem Blog, nämlich 'Fabeln'
Viel Spaß!

Le Corbeau et le Renard
Jean de La Fontaine

Ein Rabe saß auf einem Baum,
Einen Käse im Schnabel, kaum zu träumen.
Ein Fuchs, vom Duft gereizt und wild,
Sprach zu ihm ungefähr mit mildem Bild:
Hallo, Herr Rabe, guten Tag!
Wie schön seid Ihr, wie wunderbar, ich sag'!
Wenn wirklich Euer Lied so schön erklingt,
Wie Euer Gefieder schimmert und erklingt,
Seid Ihr der Phönix dieser Wälder doch!
Der Rabe hört das Lob und freut sich noch;
Um seine schöne Stimme zu zeigen fein,
Öffnet er weit den Schnabel, lass' es sein:
Der Käse fällt hinab zur Erde.r /> Der Fuchs ergreift ihn, sprach mit Gebärde:
Lernt: Wer da schmeichelt ohne Leid,
Lebt auf Kosten stets zur Zeit
Des Lauschers, welcher glauben mag:r /> Diese Lektion, ich sag',
Wert ist sie wohl des Käses ohne Frage.
Der Rabe, schamrot, voller Klage,
Gelobte, doch zu spät fürwahr,
Dass man ihn nicht mehr fange je so klar.